Archiv 2010

BFS-CUP Süd 2010 in München

Hobby-Volleyballer des DJK Rast(e)pfuhl am 11./12.9.2010 bei den Süddeutschen Meisterschaften
(BFS-CUP Süd 2010)


Mit unserem zweiten Platz in der Pokalrunde 2009 hatten wir uns neben dem Serien-Meisterschafts- und Pokalsieger SKC für BFS-Cup Süd 2010 in München qualifiziert. Die Reise nach München sind wir dann am Vortag mit durchaus gemischten Gefühlen angetreten. Als 2. Vertreter des kleinsten in München vertretenen Landesverbandes hegten wir doch ein wenig die Befürchtung als Kanonenfutter auf den letzten Platz durchgereicht zu werden. Um trotzdem einen entspannten Einstieg hinzubekommen, bekämpfte der ängstlichere Teil der Mannschaft (die Männer – mit Ausnahme des Bierverächters) die Vorabendnervosität mit Weizenstarkbier.

Entsprechend beschwingt suchten wir dann am Morgen des 11.9. die Stätte unseres Triumphs?/unserer Schande? heim. Anfangs waren wir etwas irritiert, da sich auf allen Spielplänen unser Verein nicht finden ließ; allerdings tauchte dort ein ominöser DJK Rastepfuhl auf. Nach geraumer Zeit konnten wir klären, dass damit wir gemeint waren.

Unsere Gegner in der Gruppenphase ließen das Schlimmste befürchten: ein Vertreter des traditionell stärksten Landesverbandes Bayern (Iffeldorf), der Vorjahreszweite (Dresden) und ein Verein aus unserem Nachbarland Rheinland-Pfalz (Lahnstein).

Unser erster Gegner war Dresden. Abgesehen von der Annahme spielten wir eigentlich sehr gut. Unser Problem war nur, dass nach unserer Annahme der Punkt in den meisten Fällen bereits an den Gegner gegangen war. Etwas dumm war auch, dass wir die gesamte Palette der Aufschlagsvarianten unseres Gegners nicht kennenlernen konnten, da ein etwas groß geratener, wie ein Gummiball springender, sprungaufschlagender, dem Ball einen gegenläufigen Drall gebender Linkshänder irgendwie immer am Aufschlag war.

Dann kamen unsere Nachbarn aus Rheinland-Pfalz. Wir spielten weiter gut und hatten auch unsere Annahme im Griff. Im Ergebnis hatten wir einen Satz gewonnen und einen verloren. Welchen überragenden Eindruck wir im ersten Spiel hinterlassen hatten, lässt sich am Kommentar eines unserer Gegenspieler nach dem Spiel ableiten: „Wenn wir gegen die schon einen Satz verlieren, dann wird das heute nichts mehr..“

Im nächsten Spiel trafen wir dann auf den TSV Iffeldorf. Aus unserer rückblickenden Sicht das absolute Highlite des Wochenendes, da wir damit gegen den späteren Zweiten des Turniers spielten. Eigentlich wollten wir es unserem eigentlich übermächtigen Gegner nur schwer machen. Das ist uns allerdings besser gelungen, als wir uns das selbst vorstellen konnten. Wir haben unsere Fähigkeiten und unsere Möglichkeiten perfekt genutzt. Den ersten Satz konnten wir nach zwischenzeitlich deutlichem Rückstand noch knapp gewinnen. Auch im zweiten Satz haben wir lange mitgespielt, auch wenn wir letztlich den Sieg unserer Kontrahenten akzeptieren mussten. Allein wegen dieses Spiels hat sich unsere Reise nach München schon gelohnt!

Damit war die Vorrunde abgeschlossen, in der wir in unserer Gruppe den 3. Platz belegten und damit in der zweiten Gruppenphase um die Ausgangspositionen für die Plätze 11 - 20 zu spielen hatten.

Im ersten Spiel dieser Runde war Aue-Brünlasberg (Sachsen) unser Gegner. Zu diesem Spiel ist nicht viel zu sagen; wir haben glatt und verdient verloren. Nach den vorangegangenen Spielen des Tages war die Luft einfach raus, die Pause zu diesem Spiel, der erforderliche Hallenwechsel haben uns einfach nicht gut getan und müde waren wir auch noch (schließlich waren wir nur zu siebt, so dass jeder einzelne von uns doch recht viel spielen musste).

Der Ausklang des Tages war dann bei Riesenschnitzeln und Weißbier angemessen, die Moral gut und je später der Abend, umso besser.

Am zweiten Tag war die Anspannung nicht mehr ganz so groß. Wir wussten, dass wir das Niveau des Vortages nicht mehr erreichen konnten, da wir unsere grünen Erfolgstrikots verbraucht (nass geschwitzt) hatten und auf die blauen Looser-Trikots zurückgreifen mussten.

Die weiteren Spiele in der zweiten Gruppenphasen waren dementsprechend aus unserer Sicht durchwachsen. Gegen Jena und den Lusaner SC (beide aus Thüringen) spielten wir jeweils unentschieden; in beiden Spielen wäre aber auch mehr drin gewesen. Gegen Stuttgart haben wir relativ klar verloren.

Letztlich spielten wir damit im Platzierungsspiel um Platz 17 gegen den zweiten Vertreter aus Rheinland-Pfalz (Landau). Richtig rund lief es nicht mehr, so dass wir letztlich 18. wurden.

Abschluss war dann das Endspiel, wobei es schon bemerkenswert war, dass die Mannschaften mit dem bayrischen Defiliermarsch einmarschierten und dass die Nationalhymne gespielt wurde. Leider hat unserer Vorrundengegner im Endspiel verloren. Es ist zwar schon schön gegen den späteren zweiten einen Satz gewonnen zu haben, noch etwas schöner wäre es allerdings gewesen, wenn das gegen den Sieger der Fall gewesen wäre.

Was bleibt als Fazit: wir waren kein Fallobst und kein Kanonenfutter. Es hat Spaß gemacht und jetzt wollen wir nochmal zur Süddeutschen Meisterschaft!

Und wie waren wir in München:

Bilder folgen